Nebel im Kaffe

Der Zigarettenqualm kräuselte sich langsam zur Decke hoch und verflüchtigte sich unter Beobachtung von Zoé, die sich auf ihrem Bett räkelte und noch einmal einen tiefen Zug nahm.

Es war acht Uhr am Morgen und ihr war heute irgendwie gar nicht nach aufstehen zu Mute. Sie hätte sich verfluchen können, das sie überhaupt die Jalousie hoch gezogen hatte, denn es war ein nebliger, verregneter Tag und sie war schon überglücklich über die Tatsache, dass sie es schaffte den Kaffee aufzusetzen und sich ihre Kippen aus dem Wohnzimmer zu holen.  Als sich Zoé zum Aschenbecher beugte und die Zigarette ausdrückte, zog ihr ein angenehmer Geruch durch den Türschlitz in die Nase. Ein zischen, blubbern und tropfen war zu hören. Zoé quälte sich aus dem Bett und schlurfte in die Küche. Ihr Trainingshose rutschte leicht über ihren Hintern und gab den Blick auf ihre schwarze Hot Pants frei.

Nachdem sie eine große Tasse aus dem Schrank gekramt hatte, den Kaffee eingegossen, diesen mit ein paar Tropfen Milch und ein wenig Zucker komplettierte, machte sie sich wieder zurück in ihr heute so heiß geliebtes Bett. In der linken Hand die übervolle Tasse am balancieren, mit der rechten die immer tiefer rutschende Hose am hindern sich ganz zu verabschieden um ein mittelgroßes Chaos anzurichten, zog sie dennoch mutig mit dem Fuß die Tür hinter sich zu und erreichte unbeschadet ihr Schlafzimmer.

Als der Kaffee sicher auf dem Nachttisch verstaut war, schmiß sich Zoé wieder in ihr Bett und starrte weiter an die Decke.

Ihr Augen wurden schwerer und schlossen sich langsam, ihr Atem senkte sich und es wurde dunkel.

Zoé griff nach ihrer Tasse, doch schien es ihr, als würde sie immer vorbeigreifen, auch das Bett fühlte sich nicht mehr so an wie sonst und eine sommerliche Brise wehte über sie hinweg. Ruckartig öffnete sie die Augen und erblickte eine Wiese an einem See. Zoé lag mitten drauf, auf dem weichesten Gras, das sie je spürte.

Sie trug eine weiße, weite Hose und ein genauso weißes aber weniger weites Shirt dessen Ausschnitt fast bis zum Bauchnabel reichte. Beides war aus einem extrem leichten Stoff genäht.

„Ich muß eingeschlafen sein und träumen“, dachte sie. Langsam stand Zoé auf und ging runter zum See. Ein hölzerner Steg reichte, etwas weiter links von ihr, fast bis in die Mitte des Gewässers. Auf diesen steuerte sie nun unbeirrt zu. Der Tau auf dem Gras kühlte leicht ihre Füße und Zoé stellte erneut fest, wie verdammt weich diese Wiese doch war und sie wie auf Wolken lief. Die junge Frau war überwältigt von der Schönheit, der Natur, die sich vor ihren Augen ausbreitete. Mit jedem Schritt den sie machte, schien die Welt um Zoé herum zu wachsen. Und nicht nur ihre Umgebung tat dies, auch ihre Augen öffneten sich mit jedem Schritt mehr und Zoé fühlte sich wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal, mit seinen Eltern, den Zirkus besucht.

Wie aus dem Nichts wuchsen Bäume und erblühten, hier und da brach ein Busch aus der Erdkruste. Hasen und Rehe sprangen über die Wiese und immer unterschiedlicherer Vogelgesang wurde deutlich. Denoch steuerte Zoé unbeirrt auf den Steg zu.

(…Fortsetzung folgt!)

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2 Kommentare »

  1. Akareyon Said:

    SDF, Absentee, SDF!

  2. Absentee Said:

    hihi, ja sehr gerne

    🙂


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