Konsum

Ich weiss nicht, wie soll ichs beschreiben,
es fühlt sich so an, wie unendliche Weiten.
Doch nicht frei, sondern befangen
wie wenn wartende Mütter um ihre Kinder bangen.
Verzweifelt suche ich die Tür zum Glück
und fall dabei ständig zurück,
in Lithargie und Alltagstrott
vielleicht glaub ich zur Abwechslung morgen mal an Gott.

Oder ich schau einfach weiter TV
und bin weder Mann noch Frau,
weil ich noch nicht lebe
und dennoch die Perfektion anstrebe!
Am besten mit einem labelbedruckten Körper,
während ich durch die Mattscheibe das Leben erörter.

Aber am liebsten mach ich mir eh selbst etwas vor,
verkauf mich der Welt, dank Internet,
als erfolgreicher Held.
Blogge von meinen Reisen und meinem Geld.
Doch am Ende singt für mich,
wahrscheinlich nicht mal ein Chor.

Vielleicht sollte ich mir vorher aber noch ein paar exotische Sachen zulegen,
ich will doch den Kindern in Indien einen Arbeitsplatz geben.
Aber soweit denke ich ehrlich gesagt gar nicht beim Kauf,
für mich zählt nur das Haben und was steht auf dem Preisschild drauf!
Und ich kann mich in der Tat nicht beklagen,
hab tausend teure Dinge und fahr nen schicken Wagen.
Mir mangelt es nicht an Brot und feinen Stoffen,
bitte, was kann da die Welt noch kosten?
Ja ich glaub wirklich mit Geld kann man alles kaufen,
sogar Frieden und einen Weltglauben.

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