Ein nicht ganz normaler Morgen!

Als ich heute morgen aufwachte fühlte ich mich wie in Watte gepackt. Als wäre ich nur eine gallertartige Blase meines Selbst und so beschloß ich, das es besser für mich wäre, würde ich zu meinem allmorgendlichen Ritual auf allen Vieren kriechen.
Im Badezimmer angekommen, zog ich mich am Waschbecken hoch, was eine äußerst waghalsige neue Situation für mich darbot, da ich es nur schwer zu fassen bekam und immer wieder weg zu rutschen drohte.
Irgendwie sah das weiß heute nicht so weiß aus wie sonst. Auch die kleinen grünen Kacheln, die doch eigentlich immer blau waren stachen in meinen Augen wie Gift. Ich kniff meine Lider so fest zu das es schmerzte und als ich sie wieder öffnete waren meine Pupillen übersät von tausend winzigen weiß- gelben Flecken.
„Wenn ich jetzt auch noch lila bin, dann schrei ich“, sagt ich leise zu mir und hob meinen Kopf Richtung Spiegel.
Ich starrte mitten hinein, doch da war nichts! Den Spiegel konnte ich wunderbar sehen, auch was sich darin spiegelte. Aber wo war ich? Zum schreien kam ich nicht mehr. Ich faßte mit einer Hand nach meinem Gesicht.
„Bitte laß es da sein! Laß es mich berühren und nicht hindurch greifen“, schoß es mir durch den Kopf. Meine Hand war schon verdächtig nah, als ich endlich meinen Atem spüren konnte, was meinen Puls ein wenig senkte. In diesem Augenblick stoppte meine Hand an meiner Nase. Ich wirbelte herum und sprang aus dem Bad.
Mein Körper fühlte sich, bei jedem Schritt immer noch ausgesprochen gelig an, was ein unausgesprochen unangenehmes Gefühl war und ich die Angst bekam, jeden Moment wie ein eingefallener Hefeteig auf dem Boden zu zerfließen. Meine Katze würde dann kommen und mich aufschlecken. Wo war sie überhaupt?
„Miez, Miez!“
Das Telefon klingelte…

…meine Arme schossen wie Tentakeln durch den Raum Richtung Telefon und schon war der Hörer an meinem Ohr! Eine quirlige Stimme meldete sich am anderen Ende der Leitung: „Ent…äh..tschuldigen sie bitte die Störung, aber ääh es ist von äußerster hmm Wichtigkeit! Öhm wir haben heute äh Nacht einen Quanten..äh..sprung mit ihnen vollzogen und nun sind sie ähh sozusagen ääh außerhalb unseres Frequenzbereichs. Zum Glück hmm hab ich mir ihre Nummer äh notiert, für den Fall der Fälle.“

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3 Kommentare »

  1. hollunder Said:

    LOL

  2. themanuel Said:

    toller blog! weiter so!

  3. akareyon Said:

    Kafka wäre stolz auf Dich 🙂


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